Leidend

Ein Christlicher Leitfaden zur Spiritualität, 20201014

Von Stephen W. Hiemstra

“Gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben.” Ω

Warum kümmern wir uns um das Leiden Christi am Kreuz?

Der Apostel Petrus sagte es am Besten: “Durch seine Wunden seid ihr heil geworden.” (1 Pet 2:24; Rom 5:6)

Die jüdischen Behörden sagten, da𝛽 Jesus behauptete, ein König zu sein, beschuldigte Jesus des Aufruhrs (Mark 15: 2), und verurteilte ihn zur Kreuzigung, der Strafe für Aufruhr (John 19:19). Tatsächlich war Jesus ein König (Messias) im jüdischen Sinne, aber kein König (politischer Rivale) im römischen Sinne. Aus diesem Grund, Pontius Pilatus, der römischen Gouverneur war, untersuchte Jesus öffentlich und beurteilte: “Ich keine Schuld an ihm finde.” (John 19:4)

Die Verbindung Jesu zu Pontius Pilatus unterstreicht die Glaubwürdigkeit seines unschuldigen Leidens. Auch nach römischen Maßstäben war Pilatus korrupt und brutal. Pilatus ließ Jesus nur auspeitschen und kreuzigen, nur um die Blutlust einer Menschenmenge zu befriedigen (Josephus 2009, 3.1). Zum Kontrast, als der Apostel Paulus nur wenige Jahre später beschuldigt wurde, den Tempel entweiht zu haben, hielt ihn ein anderer Gouverneur, Porcius Festus, einfach zwei Jahre lang eingesperrt (Acts 24:6-27). Interessanterweise verbindet Pilatus Jesus mit einem Mensch, der Historikern außerhalb des biblischen Textes bekannt ist. Pilatus wird nicht nur in Josephus erwähnt, eine Inschrift mit dem Satz “Präfekt Pontius Pilatus von Judäa“ wurde 1961 bei der Ausgrabung eines Theaters in Cäsarea gefunden (Zondervan 2005, 1714). Der Tod Jesu am Kreuz unterstreicht  sein starkes Leiden. Die Römer entwickelten die Kreuzigung als eine Methode der Hinrichtung durch Folter, die das verursachte Leiden verstärkte. Die war ein langsamer, schmerzhafter Tod. Die Kreuzigung war so schrecklich, da𝛽 das römische Gesetz den römischen Bürgern gekreuzigt werden verbot.

In der jüdischen Tradition, ein Tod am Kreuz bedeutete da𝛽 man bei Gott verflucht (Deut 21:22-23). Das meinte Paulus, als er schrieb: “Christus aber hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns – denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der am Holz hängt.” (Gal 3:13) Die Implikation war, dass das begangene Verbrechen so schrecklich war, da𝛽 die Person nicht nur den Tod, sondern auch die ewige Verdammnis verdient. Das Begräbnis Jesu verstärkte diese Verständnis.

Die Beerdigung hinter einem Stein versicherte, da𝛽 Jesus wirklich tot war, wie der Tod von Absalom zeigt. Absalom lehnte sich gegen seinen Vater, König David, auf und stellte eine Armee auf, um ihn zu überwerfen. Er wurde gefangen genommen, weil seine Haare in einem Eiche verheddert werden, was zu dem Glauben führte, da𝛽 er von Gott verflucht wurde. Davids Kommandant Joab ließ Absalom öffentlich hinrichten, in einer Grube begraben und mit Steinen bedecken (2 Sam 18:10-18).

Weil Jesus ohne Sünde war und selbst im Tod unschuldig blieb, wurde er der einzige Mensch ohne Sünde, der nach Adam lebte (Heb 4:15). Im Gegensatz zu Adam gab Jesus, dessen sündloses Leben abrupt zu Ende ging, niemals der Versuchung nach. Im Tod war er dementsprechend ein perfektes (ohne Niederlage oder Makel) Sündopfer (Lev 4:22-24). Im Sterben wurde Jesus der zweite Adam und kehrte den Fluch des Todes um, wie seine Auferstehung bestätigt (1 Cor 15:21-22).

So wie die heilige Empfängnis die Göttlichkeit Jesu bestätigt und Glaubwürdigkeit gegenüber Gott begründet, bestätigt das unschuldige Leiden Jesu am Kreuz seine Menschlichkeit und seinen Status als von Gott auserwähltes Opfer für unsere Sünden.

Verweise

Zondervan. 2005. NIV Archaeological Study Bible: An Illustrated Walk Through Biblical History and Culture. Grand Rapids, MI: Zondervan.

Leidend

Siehe auch:

Einleitung auf Ein Christlicher Leitfaden zur Spiritualität 

Andere Möglichkeiten, sich online zu engagieren:

Autoren Seite: http://www.StephenWHiemstra.net

Herausgeber Seite: http://www.T2Pneuma.com

Mitteilungsblatt:  https://bit.ly/Begone_2021

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