Himmelfahrt

Ein Christlicher Leitfaden zur Spiritualität, 20201014

Von Stephen W. Hiemstra

Aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters. Ω

Bei der Himmelfahrt gibt Jesus die Kirche in Auftrag.

Die Evangelien von Markus und Lukas beschrieben kurz die Himmelfahrt Christus. Zum Beispiel, 

Zum Beispiel berichtet Mark die Himmelfahrt mit folgenden Worten: “Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.” (Mark 16:19) Lukas 24:50 setzt die Himmelfahrt naher Bethanien. Das Matthäusevangelium endet nicht mit der Himmelfahrt, sondern mit dem Großen Auftrag (Matt 28:19-20), während sich das Johannesevangelium mehr auf spezifische Anweisungen konzentriert, die den Jüngern gegeben werden sollen (e.g. John 21:22).

Der Schlüssel zum Verständnis des Himmelfahrt liegt in der Apostelgeschichte, die eine Parallele zwischen dem Werk Jesu und dem Werk der Jünger umreißt. Im Leben auf Erden und im Leben nach dem Tod ist Christus unser Vorbild.

Eben wie Christus behaupt die Souveränität Gottes über Himmel und Hölle in seinem Tod am Kreuz, sind die Jüngern beauftragt, nach der Himmelfahrt die Souvanenetät Gottes über die Erde zu behaupten. Kurz bevor er fahrt nach dem Himmel, sagte Jesus: “aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.” (Acts 1:8) Dieser parallele Ministerium wird auch im Johannesevangelium erörtert: “Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.” (John 20:21) Parallelsprache sehen wir auch im Herrngebet: “Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.” (Matt 6:10)

Die Himmelfahrt Christi beinhaltet auch einen der lustigeren Momente in der Schrift:

Und als er [Jesus] das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen. Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen. (Acts 1:9-11)

Mit anderen Worten, Christen dürfen ihren Kopf nicht in den Wolken lassen und in den Weltraum starren! (Lewis 2001, 134)

Was humorvoll erscheint, ist eigentlich ernst und beinhaltet eine Warnung. Jünger, die ihre Köpfe in den Wolken lassen, werden gewarnt, dass Christus zurückkehren wird, was vielleicht eine Anspielung auf das Gleichnis von den Talenten ist, das das Urteil über träge Diener einschließt  (Matt 25:14–28).

Die Himmelfahrt verbindet uns mit dem Werk Christi im Himmel. Das Buch der Hebräer beschreibt das Werk Jesu als Hohepriester im Himmel, der für uns betet (Heb 8:1-2). Es sollte ein großer Trost sein, dass Jesus, den wir kennen, im Gericht sitzt, wenn wir vor Gottes Richterstuhl erscheinen (Acts 17:30-31). Wenn der Himmel auf unserem christlichen Weg wie der Nordstern wirkt, dann ist das fortwährende Wirken Christi im Himmel das Herz dieses Sterns (Alcorn 2006, xi). Und Christus inspiriert die Arbeit der Kirche hier auf Erden.

Verweise

Alcorn, Randy. 2006. 50 Days in Heaven: Reflections that Bring Eternity to Life. Carol Stream, IL: Tyndale House Publishers, Inc.

Lewis, C. S. 2001. Mere Christianity (Orig Pub 1950). New York: Harper Collins Publishers, Inc.

Himmelfahrt

Siehe auch:

Einleitung auf Ein Christlicher Leitfaden zur Spiritualität 

Andere Möglichkeiten, sich online zu engagieren:

Autoren Seite: http://www.StephenWHiemstra.net

Herausgeber Seite: http://www.T2Pneuma.com

Mitteilungsblatt:  https://bit.ly/Begone_2021

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