Im Himmel so auf Erden

Ein Christlicher Leitfaden zur Spiritualität, 20201014

Von Stephen W. Hiemstra

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. (Matt 6:10)

Die nächsten beiden Sätze im Gebet Jesu—Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden—sind ein Satz im griechischen Text. Diese Sätze wiederholen denselben Gedanken auf unterschiedliche Weise. Zusammen drücken sie auf sehr nachdrückliche Weise die Idee aus, dass wir wollen, dass Gottes Wünsche, nicht unserem, in diesem Leben überwiegen. Mit diesem Gebet verpflicht sich der Jünger Herz und Verstand radikal für die Erlangung des heiligen Reiches Gottes auf Erden.

Die synoptischen Evangelien beginnen zitieren der berühmte Satz von Johannes dem Täufer: “Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!” (Matt 3:2) Im Matthäusevangelium führt Johannes der Täufer den Satz Himmelreich ein, während Jesus den Satz Reich Gottes in die Evangelien von Markus und Lukas einführt. Während sich der Baptist auf das Gericht konzentrierte, betonte Jesus die Erlösung (Matt 3:10; 4:23).

Woher kommt diese Königreichssprache?

Diese Königreichssprache deutet auf eine Wiederherstellung des Gartens Eden hin. In Eden sehen wir ein Bild einer Welt nicht von Sündekorruptiert. Adam und Eva ruhen bei Gott und haben Zugang zum Baum des Lebens. Vor dem Fall gibt es keinen Tod, keinen Streit und keine Korruption. Nach dem Fall gibt es Tod, Streit, und Sünde. Das Himmelreich stellt die unverdorbene Welt Eden wieder her. Ein Hinweis auf dieses Schöpfungsthema, das Eden widerspiegelt, ist das Auftreten seltsamer Tierverhalten und spiritueller Wesen. In Jesaja lesen wir zum Beispiel:

Da wird der Wolf beim Lamm wohnen und der Panther beim Böcklein lagern. Kalb und Löwe werden miteinander grasen, und ein kleiner Knabe wird sie leiten. (Isa 11:6)

In Jesu Geburts- und Auferstehungsberichten erscheinen Engel (e.g. Luke 2:10, Luke 24:4). Es überrascht nicht, dass der Baum des Lebens in der Vision des Himmel von Apostels Johannes zurückkehrt (Rev 22:2).

Was sollen wir daraus schließen?  Die Wiederherstellung von Eden in Gottes neuem Reich gibt ein Bild der Hoffnung. Die Auferstehung Christi hat ein neues Königreich eröffnet, das noch nicht vollständig verwirklicht wurde. Wenn wir für die Ankunft dieses neuen Königreichs beten, schauen wir über den gegenwärtigen Tod, Streit und die Sünde hinaus und hoffen auf die Freude, die kommen wird.

Im Himmel so auf Erden

Siehe auch:

Einleitung auf Ein Christlicher Leitfaden zur Spiritualität 

Andere Möglichkeiten, sich online zu engagieren:

Autoren Seite: http://www.StephenWHiemstra.net

Herausgeber Seite: http://www.T2Pneuma.com

Mitteilungsblatt: https://bit.ly/Bright_2021

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