Versuchung und Böses

Ein Christlicher Leitfaden zur Spiritualität, 20201014

Von Stephen W. Hiemstra

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. (Matt 6:13)

Machst du dir jemals Sorgen um Satan?

Satans Rolle, uns zu versuchen und das Böse in der Welt zu fördern, findet sich in der gesamten Schrift.

Im Garten Eden wird Satan als eine Schlange dargestellt, die sich gegen Gott auflehnt und andere zur Sünde verführt, indem sie mit ihm rebelliert (Kline 2006, 302). Gott rät Kain später, gut zu sein, denn sonst schlägt die Sünde wie eine Schlange vor deiner Tür (Gen 4:7).

Ein weiteres wichtiges Bild von Satan ist in Job 1 zu sehen, wo Satan als rücksichtsloser Staatsanwalt vor Gottes Gerichthof dargestellt wird. Satans grausame Lügen verleumden einen gerechten Job. Dennoch kann Satan Job nicht bedrängen, ohne vorher Gottes Erlaubnis einzuholen (Job 1:6-12). Trotz Satans Grausamkeit bleibt Job treu. Am Ende spricht Gott ihn nicht nur von allen Anklagen Satans frei, Job wird für seine Verluste entschädigt (Job 42:10).

In den synoptischen Evangelien führt der Heilige Geist Jesus in die Wüste, wo der Teufel ihn versucht (e.g. Luke 4:1-13). Ähnlich wie Adam und Eva mit Essen versucht sind, beginnt der Teufel damit, einen hungrigen Jesus dazu zu stacheln, einen Stein in Brot zu verwandeln. Der Teufel versucht Jesus dreimal. Jesus zitiert den Schrift nach jeder Versuchung. In der letzten Versuchung beginnt die Versuchung des Teufels damit, die Schrift falsch zu zitieren, aber Jesus korrigiert die Täuschung und resistiert der Versuchung. Nouwen (2002, 7–8) fasst diese Führungsherausforderungen als Versuchung zusammen, relevant zu sein (Nahrung bereitzustellen), spektakulär zu sein (deine Göttlichkeit zu zeigen) und mächtig zu sein (Verantwortung zu übernehmen).

Wie Hiob und nicht wie Adam bleibt Jesus dem Willen Gottes im Leben und im Tod treu. Der Tod Jesu am Kreuz erfüllt dann die Prophezeiung der Niederlage Satans (Gen 3:15) und zahlt die Strafe für die Sünde—wir werden erlöst. Weil der Fluch der Sünde gebrochen ist, wurde die Todesstrafe für die Sünde aufgehoben (1 Cor 15:22). Die Auferstehung beweist dementsprechend, dass wir mit Gott versöhnt wurden.

Im Herrensgebet, Jesus bittet uns zu beten dass wir nicht versucht sein werden und dass wir vom Bösen befreit werden. Weil Satan um Erlaubnis bitten muss, uns zu versuchen, kann Gott diese Bitte leugnen und unsere Befreiung liegt in seiner Macht. König David schreibt: “Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich.” (Ps 16:1) Jesus hat uns versprochen, dass unser Heil sicher ist, wenn wir uns in Schwäche an ihn wenden (John 10:29).

Siehe auch:

Einleitung auf Ein Christlicher Leitfaden zur Spiritualität 

Andere Möglichkeiten, sich online zu engagieren:

Autoren Seite: http://www.StephenWHiemstra.net

Herausgeber Seite: http://www.T2Pneuma.com

Mitteilungsblatt: https://bit.ly/Ready_2021

 

You may also like

Leave a Reply