Ehre Deine Eltern (Fünftes Gebot)

Ein Christlicher Leitfaden zur Spiritualität, 20201014

By Stephen W. Hiemstra

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, auf dass du lange lebest und dir’s wohlgehe in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. (Deut 5:16)⁠1

Wen ehrst du? Wen ehrst du am meisten? 

Als postmoderne Amerikaner lieben wir die Sprache der individuellen Autonomie und Freiheit. Unsere Gesetze schränken die Rechte fast aller Autoritätspersonen ein—Eltern, Lehrer, Vorgesetzte, Polizisten, Politiker, sogar Pastoren.

Die Ehrerbietung der Eltern und der allgemeine Gebrauch der Vater-Sohn-Sprache der Bibel waren im Alten Orient eine gängige Terminologie. Als Ebenbild Gottes geschaffen zu sein, bedeutet zum Beispiel eine Vater-Sohn-(oder Vater-Tochter) Beziehung, die auch auftritt, wenn Adam Seth nach seinem Ebenbild zeugt. (Gen 1:27, 5:3; Kline 2006, 62) Es kommt auch im Herrns Gebet zum Beispiel in der Satz vor: “Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.” (Matt 6:10) So wie wir Gott als unseren Vater ehren sollten, sollten Kinder ihre Eltern ehren.

Der Apostel Paulus beschrieb das fünfte Gebot als das einzige, das eine Verheißung enthält: “auf dass du lange lebest und dir’s wohlgehe in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.” (Deut 5:16; Eph 6:2–3) Dieses Versprechen impliziert, dass wir selbst nicht immer wissen, was das Beste für uns ist.

Der Apostel Paulus hat die Hierarchie neu definiert. Er schrieb: Kinder gehorchen deinen Eltern; Eltern ärgern deine Kinder nicht. Ebenso definierte er andere Beziehungen neu. Ehefrauen respektieren deine Ehemänner; Ehemänner lieben deine Frauen wie dich selbst. Sklaven respektieren deine Herren; Meister behandeln deine Sklaven als Familie (Eph 6:1–9). Paulus verlangte später von Ältesten in der Gemeinde, diese neuen Beziehungen zu manifestieren (1 Tim 3:4). Das Prinzip hier ist: “Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen.” (Col 3:23)

Wenn Christus der Herr unseres Lebens ist, bekommt die Hierarchie eine neue Bedeutung. Zweiseitige weltliche Beziehungen werden unter Gott in dreiseitige Beziehungen umgewandelt: jede Beziehung besteht aus dir, mir und Gott. Die Ehe verwandelt sich von einem Vertrag (Zweiwege) in einen Bund (Dreiwege). Beziehungen morphen von sozialen Transaktionen in Gelegenheiten, die Liebe Christi füreinander zu zeigen.

Jesus sagt: “Siehe, ich mache alles neu!” (Rev 21:5)  Verwandelte Beziehungen ermöglichen es dem Reich Gottes, hier und jetzt in eine gefallene Welt einzubrechen.

Verweise

1 Auch: Exod 20:12; Matt 15:4; Mark 7:10.

Ehre Deine Eltern (Fünftes Gebot)

Siehe auch:

Einleitung auf Ein Christlicher Leitfaden zur Spiritualität 

Andere Möglichkeiten, sich online zu engagieren:

Autoren Seite: http://www.StephenWHiemstra.net

Herausgeber Seite: http://www.T2Pneuma.com

Mitteilungsblatt:  http://bit.ly/Bug_Begone

 

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