Gebetstag 15

Ein Christlicher Leitfaden zur Spiritualität, 20201014

Von Stephen W. Hiemstra

Allmächtiger Vater, geliebter Sohn, Heiliger Geist.

Wir preisen dir dafür, da𝛽 du unsere Welt erschaffst und neu erschaffst.

Segne die Kirch mit der fortwährenden Gegenwart und den spirituellen Gaben des Heiligen Geistes, damit wir einer gefallenen Welt mit Kraft und Gnade dienen können.

Und gib uns unter allen Umständen Frieden.

In Jesu kostbarem Namen, Amen.

Gebetstag 15

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Der Heilige Geist

Ein Christlicher Leitfaden zur Spiritualität, 20201014

Von Stephen W. Hiemstra

Ich glaube an den Heiligen Geist.Ω

Der Heilige Geist ist die dritte Person der Dreifaltigkeit. Der Heilige Geist hat eine Reihe von Namen und Beschreibungen in der Schrift, darunter: der Geist des Herrn (Judg 3:10), der Geist Gottes (Matt 3:16), der Tröster (John 14:16), der Geist der Wahrheit (John 14:17), das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus (Rom 8:2), der Gott der Geduld und des Troste (Rom 15:5), der Geist des lebendigen Gottes (2 Cor 3:3), der Geist der Weisheit (Eph 1:17), der Geist Jesu Christi (Phil 1:19), der ewig Geist Gott (Heb 9:14), der Geist der Herrlichkeit (1 Pet 4:14), und der Geist der Weissagung (Rev 19:10).

Das breite Spektrum des Titels legt nahe, dass der Heilige Geist ein breites Spektrum von Rollen spielt und dass ein mächtiger Gott bereit ist, verschiedene spirituelle Gaben zu geben. Der Apostel Paulus schreibt:

Und niemand kann sagen: Jesus ist der Herr, außer durch den Heiligen Geist. Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. (1 Cor 12:3–6)

Durch die Ermächtigung spiritueller Gaben ermöglicht der Heilige Geist die Einheit der Christen, weil diese Gaben das christliche Leben, die Gemeinschaft und den Missionsdienst ermöglichen.

Der Heilige Geist erscheint manchmal als ein Vogel. In der Schöpfung sehen wir zum Beispiel:“der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.” (Gen 1:2) Hier das hebräisches Worte für Schwebend später beschreibt einen Adler (Deut 32:11). In allen vier Evangelien steigt der Heilige Geist in der Taufe auf Jesus herab wie eine Taube—ein passendes Symbol für Gottes Frieden (Matt 3:16, Mark 1:10, Luke 3:22, and John 1:32). Auf diesem Grund wird der Heilig Geist oft mit dem Taufesakrament in Verbindung gebracht.

Im Johannesevangelium beschreibt Jesus den Heiligen Geist und sagt: “Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.” (John 14:26) Das griechische Wort für Helfer transliteriert hier als Paraklet, das auch Anwalt, Fürsprecher, und Vermittler bedeutet (BDAG, 5591). Die verbale Form von Paraklet auch bedeutet zu ermutigen, zu trösten und zu ermahnen (BDAG, 5590). Johannes 14:26 gleicht den Paraklet zu dem Heiligen Geist.

Obwohl wir häufig sehr persönlich an den Heiligen Geist denken, begann der höchste Akt des Heiligen Geistes zu Pfingsten mit der Gründung der Kirche. Wir lesen:

Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab. (Acts 2:2-4)

Das Wort für Heiliger Geist auf Hebräisch und Griechisch bedeutet sowohl Geist als auch Wind. Die Evangelisation und der Dienst der Kirche veranschaulichen die fortwährende Provision des Heiligen Geistes, die Welt zu erreichen.

Verweise

Bauer, Walter (BDAG). 2000. A Greek-English Lexicon of the New Testament and Other Early Christian Literature. 3rd ed. Ed. Frederick W. Danker. Chicago: University of Chicago Press. <BibleWorks. v.9.>.

Der Heilige Geist

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Gebetstag 14

Ein Christlicher Leitfaden zur Spiritualität, 20201014

Von Stephen W. Hiemstra

Allmächtiger Vater. Richter der Lebenden und der Toten. Mitfühlender Geist. 

Mögen wir deinem Beispiel folgen und leidenschaftlich nach Wahrheit und Gerechtigkeit streben.

Hilfe uns, unsere Herzen zu öffnen und unseren Geist zu schärfen. 

Gewähre uns in der Kraft deines Heiligen Geistes mitfühlende Herzen für die Bedürftigen.

In Jesu kostbarem Namen, Amen.

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Urteil

Ein Christlicher Leitfaden zur Spiritualität, 20201014

Von Stephen W. Hiemstra

“Von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.” Ω

Bist du bereit für deine Finaleprüfung?

Als ich an der Uni unterrichtete, war meine Letzteprüfung nie überraschend. In der Woche vor dem Finale verteilte ich zehn Fragen als Hausaufgabe und gab bekannt, dass fünf dieser Fragen in der Finaleprüfung stehen würden. Nun, das waren keine einfachen Fragen—meine Fragen sollten meine Schüler ermutigen, das Fach zu beherrschen. Meine guten Schüler haben ausnahmslos Antworten auf alle zehn Fragen getippt und sie einfach alle am Tag der Prüfung eingereicht. Meine faulen Schüler tauchten mit leeren Händen auf und waren nicht darauf vorbereitet, die Fragen zu beantworten.

Gottes Urteil funktioniert ein bi𝛽chen wie eine Prüfung zum Mitnehmen. Wir kennen die Fragen aus der Schrift und aus unserer ständigen Beziehung zu Gott und der Kirche. Jesu Gebote und Lehren sind keine Überraschung.

Warum schafft das Urteil ein solches Drama? 

Eine Antwort stammt aus einer überraschend Quelle. Immanuel Kant bemerkte, dass ein böser Mensch nicht einer war, der das Böse will, sondern einer, der sich heimlich vom Gericht befreit und vielleicht hofft, dass Gott nicht existiert. Kant spekulierte weiter, dass wahre Gerechtigkeit erfordert, dass unser Leben in seiner Gesamtheit untersucht wird, was nur möglich ist, wenn Auferstehung, ewiges Leben und ein unparteiischer Richter existieren. Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht erfordern daher sowohl ewiges Leben als auch Gott! (Arendt 1992, 17).

Eine andere Antwort ist, dass viele Menschen es vermeiden, Entscheidungen zu treffen, in der Hoffnung, dass sie sich der  entziehen können. Hannah Arendt war eine deutsche Jüdin, die nach ihrer Flucht aus den Todeslagern der Nazis vor ihrer Ankunft in Amerika, für das New Yorker Magazin gebeten wurde, über den Adolf-Eichmann-Prozess in Jerusalem (1961) zu berichten. Eichmann war der deutsche Offizier während des Zweiten Weltkriegs, der Adolf Hitlers Programm zur Ausrottung der Juden organisierte, das als “Endlösung” bekannt ist. Arendt nahm am Prozess teil und erwartete, einen hasserfüllten Antisemiten zu sehen, nur um herauszufinden, dass Eichmann eher ein kleiner Bürokrat war, jemand, der nicht in der Lage war, für sich selbst zu denken. Im Fall von Eichmann war das Gesicht des Bösen das eines Menschen, der nicht in der Lage oder nicht bereit war, für sich selbst zu denken (Arendt 1992, 97–101).

Warum interessiert uns die Geschichte von Hannah Arendt? Weil wir einen gerechten Richter im Himmel verehren, der erwartet, dass wir hier auf Erden ein gesundes Urteil benutzen. Wir müssen gute Verwalter der uns anvertrauten Weisheit und Erkenntnis der Wahrheit sein. Nicht zu urteilen ist keine Möglichkeit—robotierisch Denker folgen den Weg des Adolf Eichmann, nicht der Weg Jesu Christus. Wir sind verantwortlich für die Entscheidungen die wir machen und die wir ablehnen zu machen.

So wie sieht Gottes Urteil aus?

Das Bild von Gott als göttlichem Richter erinnert an die Geschichte von König Salomo und den beiden Prostituierten. Beide Frauen hatten Babys, aber als ein Baby starb, stritten sich die Frauen um das lebende Kind.  Salomo prüfte die Herzen der Frauen, indem er dem Kind den Tod drohte. Dabei zeigten die Frauen ihre wahren Gefühle für das Kind und er konnte das Kind seiner rechtmäßigen Mutter zurückgeben (1 Kgs 3:16-28).

Genau wie Salomo ist Gott ein leidenschaftlicher Richter, der die Wahrheit verfolgt und sich weigert, Lügen zum Nennwert anzunehmen. Wehe der Person, die solche Tests einlädt! Dies ist vielleicht der Grund, warum das Herrengebet die Petition enthält: “Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.” (Matt 6:13)

Verweise

Arendt, Hannah. 1992. Lectures on Kant’s Political Philosophy. Chicago: University of Chicago Press.

Urteil

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Gebetstag 13

Ein Christlicher Leitfaden zur Spiritualität, 20201014

Von Stephen W. Hiemstra

Allmächtiger Gott,

Wir preisen Sie für die Zusicherung deiner Liebe zu uns, die wir in Jesus Christus haben.

Folgend deinem Beispiel, erweiche dir unsere Herzen, schärfe dir unseren Geist und stärke dir unsere Hände für deinen Dienst.

Ermächtige dir uns in der Kraft deines Heiligen Geistes, treue Verwalter der Evangeliumsgeschichte zu sein.

In Jesu kostbarem Namen, Amen.

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Himmelfahrt

Ein Christlicher Leitfaden zur Spiritualität, 20201014

Von Stephen W. Hiemstra

Aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters. Ω

Bei der Himmelfahrt gibt Jesus die Kirche in Auftrag.

Die Evangelien von Markus und Lukas beschrieben kurz die Himmelfahrt Christus. Zum Beispiel, 

Zum Beispiel berichtet Mark die Himmelfahrt mit folgenden Worten: “Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.” (Mark 16:19) Lukas 24:50 setzt die Himmelfahrt naher Bethanien. Das Matthäusevangelium endet nicht mit der Himmelfahrt, sondern mit dem Großen Auftrag (Matt 28:19-20), während sich das Johannesevangelium mehr auf spezifische Anweisungen konzentriert, die den Jüngern gegeben werden sollen (e.g. John 21:22).

Der Schlüssel zum Verständnis des Himmelfahrt liegt in der Apostelgeschichte, die eine Parallele zwischen dem Werk Jesu und dem Werk der Jünger umreißt. Im Leben auf Erden und im Leben nach dem Tod ist Christus unser Vorbild.

Eben wie Christus behaupt die Souveränität Gottes über Himmel und Hölle in seinem Tod am Kreuz, sind die Jüngern beauftragt, nach der Himmelfahrt die Souvanenetät Gottes über die Erde zu behaupten. Kurz bevor er fahrt nach dem Himmel, sagte Jesus: “aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.” (Acts 1:8) Dieser parallele Ministerium wird auch im Johannesevangelium erörtert: “Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.” (John 20:21) Parallelsprache sehen wir auch im Herrngebet: “Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.” (Matt 6:10)

Die Himmelfahrt Christi beinhaltet auch einen der lustigeren Momente in der Schrift:

Und als er [Jesus] das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen. Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen. (Acts 1:9-11)

Mit anderen Worten, Christen dürfen ihren Kopf nicht in den Wolken lassen und in den Weltraum starren! (Lewis 2001, 134)

Was humorvoll erscheint, ist eigentlich ernst und beinhaltet eine Warnung. Jünger, die ihre Köpfe in den Wolken lassen, werden gewarnt, dass Christus zurückkehren wird, was vielleicht eine Anspielung auf das Gleichnis von den Talenten ist, das das Urteil über träge Diener einschließt  (Matt 25:14–28).

Die Himmelfahrt verbindet uns mit dem Werk Christi im Himmel. Das Buch der Hebräer beschreibt das Werk Jesu als Hohepriester im Himmel, der für uns betet (Heb 8:1-2). Es sollte ein großer Trost sein, dass Jesus, den wir kennen, im Gericht sitzt, wenn wir vor Gottes Richterstuhl erscheinen (Acts 17:30-31). Wenn der Himmel auf unserem christlichen Weg wie der Nordstern wirkt, dann ist das fortwährende Wirken Christi im Himmel das Herz dieses Sterns (Alcorn 2006, xi). Und Christus inspiriert die Arbeit der Kirche hier auf Erden.

Verweise

Alcorn, Randy. 2006. 50 Days in Heaven: Reflections that Bring Eternity to Life. Carol Stream, IL: Tyndale House Publishers, Inc.

Lewis, C. S. 2001. Mere Christianity (Orig Pub 1950). New York: Harper Collins Publishers, Inc.

Himmelfahrt

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Gebetstag 12

Ein Christlicher Leitfaden zur Spiritualität, 20201014

Von Stephen W. Hiemstra

Himmlischer Vater,

Wir preisen dich für das treue Beispiel Christi in Leben, Tod und Auferstehung.

In der Kraft deines Heiligen Geistes verbanne unseren Zweifel; gedeihe unseren Glauben; heile unsere sündkranken Seelen; und gib uns Frieden.

In Jesu Namen, Amen.

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Auferstehung

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Von Stephen W. Hiemstra

Am dritten Tage auferstanden von den Toten.” Ω

Warum sollten wir auf der Auferstehung glauben?

Die Wahrheit der Auferstehung wurde zum wichtigsten Bekenntnis der frühen Kirche. Im Johannesevangelium besteht der Glaube in erster Linie darin, an die Auferstehung zu glauben (John 20:2-29). In Paulus Brief an die Römer heißt es deutlich: “Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.” (Rom 10:9) Paulus kannte diese Wahrheit aus erster Hand, weil ihm der auferstandene Christus auf dem Weg nach Damaskus erschien—eine Geschichte, die dreimal in der Apostelgeschichte aufgezeichnet wurde (Acts 8:3-5; 22:6-8; 26:13-15).  Pauls Bekehrung war so mächtig, da𝛽 er aufhörte, einer der Hauptverfolger der Kirche zu sein, und er wurde einer der stärksten Evangelisten der frühen Kirche (Acts 8:3).  An einem Punkt erscheint der auferstandene Christus mehr als fünfhundert Zeugen in nur einer Umgebung (1 Cor 15:6).

Das Auferstehungsereignis hat das Leben des Apostels für immer verändert. Zehn der elf treuen Apostel starben als Märtyrer. Der Apostel Johannes war der einzige der elf treuen Jünger, der nicht als Märtyrer starb (Fox and Chadwick 2001,10). Die Tatsache, da𝛽 sie bereit waren, für ihren Glauben zu sterben, ist ein starker historischer Beweis für die Wahrheit der Auferstehung.

Die Predigt von Petrus zu Pfingsten in Jerusalem spricht sowohl von der Prophezeiung der Auferstehung als auch von den Augenzeugenberichten. Petrus zitiert diese Prophezeiung: “Denn du wirst meine Seele nicht dem Tode lassen und nicht zugeben, dass dein Heiliger die Grube sehe” (Ps. 16:10), die ein hebräisches Dublett ist. Der ursprüngliche Kontext des Psalms weist auf König David hin, aber Petrus interpretiert als Apostel den “Heiligen“ so, da𝛽 er sich auch auf Jesus bezieht (Acts 2:27–31). Peters nächste Aussage ist am aussagekräftigsten:“Diesen Jesus hat Gott auferweckt; des sind wir alle Zeugen.” (Acts 2:32) Peters Argument war sowohl wahr als auch überzeugend, weil es mehr als dreitausend Menschen davon überzeugte, an diesem Tag getauft zu werden (Acts 2:41).

Mindestens drei Gründe motivieren uns, an die Auferstehung zu glauben. Der erste Grund wurde von Paulus angegeben: “Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden” (1 Cor 15:17) Wir erhalten Vergebung von Gott nur aufgrund des vollkommenen Opfers Christi als Lamm Gottes. Der zweiter Grund folgt aus dem ersten. Die Auferstehung Jesu ermöglicht unsere Auferstehung und unser ewiges Leben. Der dritte Grund ist, da𝛽  Gott in der Auferstehung Jesus als den Christus bezeugte (Acts 17:31). Der Weg Jesu in Leben, Tod und Auferstehung wird dann zur Vorlage für unseren Glauben und zur einzigen Quelle unserer Erlösung  (Phil 3:10-11).

Verweise

Fox, John and Harold J. Chadwick. 2001. The New Foxes’ Book of Martyrs (Orig Pub 1563). Gainsville, FL: Bridge-Logos Publishers.

Auferstehung

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Gebetstag 11

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Von Stephen W. Hiemstra

Souveräner Herr,

Gott der Lebenden und der Toten.

Danke dir, daß du dich genug um uns gekümmert hast, daß du Jesus zu unserem Vorteil in die Hölle und zurück geschickt hast.

Schütze du unsere Herzen und Gedanken vor der Faszination des Bösen. 

Setze unseren Geist auf den Himmel, damit unser Herz jetzt und immer bei dir ruhen können.

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen.

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Hölle

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Von Stephen W. Hiemstra

“Hinabgestiegen in das Reich des Todes.” Ω

Was ist Hölle?

Die Schrift hat viele farbenfrohe Begriffe, die sich in das englische Wort für Hölle übersetzen lassen. Unter ihnen sind: Sheol (nur AT; 65 Verse), der Abyss (oder bodenlose Grube; 13), Gehenna (nur NT; 11), Hades (9), Abaddon (7) und Ort der Dunkelheit (1). Jesu Lieblingsbegriff war Gehenna, der sich auf eine Müllkippe im Tal von Hinnom in der Nähe von Jerusalem bezieht, wo Müll verbrannt wurde(BDAG 1606).

Die Liste der Wörter für die Hölle hier ist jedoch unvollständig, da die meisten farbenfrohen Ausdrücke, die sich auf die Hölle beziehen, metaphorisch sind. Zum Beispiel schreit ein Engel in Offenbarung 18:2 in Johannes Vision:

Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Dämonen geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen Vögel und ein Gefängnis aller unreinen und verhassten Tiere. 

Mit anderen Worten, die Hölle ist eine Art Gefängnis, das den Dämonen, den Sündigen und den rituell Unreinen vorbehalten ist—allerlei Kreaturen, die sich dem Himmel und Gott selbst widersetzen (Isa 7:11). Die Hölle ist für alle versiegelt, außer für Gott (Job 26:6).

Es gibt auch nichtbiblische Visionen der Hölle. Zum Beispiel stellt C. S. Lewis (1973, 10–11) die Hölle als einen Ort dar, an dem sich Menschen freiwillig immer weiter auseinander bewegen.

Wieso fährt Jesus drei Tage lang zur Hölle?

Die kulturell erwartete Antwort im ersten Jahrhundert wäre gewesen, daß Jesus tot war und dorthin gingen alle Toten. Wir lesen, zum Beispiel: “Denn im Tode gedenkt man deiner nicht; wer wird dir bei den Toten danken?” (Ps 6:6) Aber Jesus war nicht nur ein anderer Toter!

Eine bessere Antwort ist, dass mit der Kreuzigung Gottes Souveränität über Himmel und Erde—einschließlich der Hölle—bestätigt wurde (Ps 139:8). Dies könnte zum Beispiel erklären, warum der Tod Jesu von einem Erdbeben und der Auferstehung toter Heiliger aus Gräbern in Jerusalem begleitet wurde (Matt 27:51-54). Natürlich wurden später mit der Auferstehung der Tod und der Hades selbst gestürzt.

Die beste Antwort auf die Frage ist, daß der Grund, warum Jesus in die Hölle hinabstieg, ein Rätsel bleibt. Aber die Existenz der Hölle ist kein Geheimnis mehr—Jesus ging dorthin.

Verweise

Bauer, Walter (BDAG). 2000. A Greek-English Lexicon of the New Testament and Other Early Christian Literature. 3rd ed. Ed. Frederick W. Danker. Chicago: University of Chicago Press. <BibleWorks. v.9.>.

Lewis, C. S. 1973. The Great Divorce: A Dream (Orig Pub 1946). New York: HarperOne.

Hölle

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